Guitar Gangsters, Broilers, 4 Promille
Eine Sicherheitsnadel steckt in meinem Herzen so lautet seit Jahren
die Devise der Guitar Gangsters. Never had an Mohawk...
nein, das Trio gab noch nie das ab, was man gemeinhin als Bilderbuchpunks
bezeichnet. Und dennoch sind die Guitar Gangsters tief in der englischen
Punkszene der ersten Stunde verwurzelt. Die Herren liefern beständig
qualitativ erstklassige Tonträger ab, blieben aber immer so etwas wie ein
Geheimtipp. Grundsympathisch, als Anekdote sei ein Ausspruch des Sängers
vom letztjährigen Punk-and-Disorderly-Festival erzählt: Auf der
Mainstage spielte gerade eine dieser abgehalfterten
Kegelbrüdervereinsbands mit Bierplauze und Unterhemd, die irgendwann
Anfang der 80er mal ein paar Hits hatte und heute sich eben nochmal schnell
reformiert um ein paar dicke Scheine zu machen, während die konstanten
Gangsters in die kleine Halle abgeschoben worden waren. Downstairs
Rockstars, upstairs Punkrock thanks for being
upstairs. 77er Punkrock, eingängige Melodien und Texte weitab
gängiger Klischees, welche die beiden anderen Bands des Abends meiner
Meinung nach zu oft bemühen.
Broilers und 4 Promille, seit Jahren feste Bestandteile der deutschsprachigen
Oi!-Szene, werden mit Sicherheit ihre Fans überzeugen, wer jedoch ein
wenig Open-minded ist, sollte den Guitar Gangsters ruhig etwas mehr als nur ein
Ohr schenken.
Ecke
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