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die hooligan-schande, 3.8k

das letzte, 1.8k
Franziska von Almsick, Wunderkind der gnädigerweise spätgeborenen Zonis, taugt nicht nur im Planschbecken. Rhetorisch voll auf der Höhe der Zeit, ist sie reif für mehr. Sogar zur Rhetoriklehrerin könnte sie es bringen.
Frage:
„In Berlin steht Ihr ehemaliger Trainer Dieter Lindemann vor Gericht. Was halten Sie von dem Verfahren?“
Almsick:
„Ich muß sagen, daß mich das, was dort verhandelt wird,
ausriss aus nd, 3.8k
„Heute wird derartig viel mißbraucht“ – aus: Neues Deutschland vom 24.Juni 1998
weniger interessiert. Ich behalte Herrn Lindemann so in Erinnerung, wie ich ihn gekannt habe. Und da spielt für mich das, worum es im Prozeß geht, keine Rolle.“

Wie sie
„ihn gekannt“
hat, sagt sie nicht. Daß sie es, wenn auch
„weniger“,
dennoch
„ineressiert“,
sagt sie. Sie gibt vor zu wissen,
„worum es im Prozeß geht“.
Weil sie es am Ende jedoch nicht weiß,
„spielt“
das für sie
„keine Rolle“.
Träte Franzi zur Parlamentswahl an, die Wähler würden’s entsprechend honorieren.

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Karl-Eduard von Schnitzler war zwar nicht in erster Linie Franzis Trainer, doch auch der interessiert sich für Sport. Wenn auch scheinbar erst neuerdings so richtig. Daß Deutschland nicht Weltmeister werden darf, weiß auch er:
„Ich liebe den Fußball zu sehr, als daß ich den Mißbrauch gutheißen könnte, der von den Bonner Hohlköpfen als großer internationaler Erfolg in Anspruch genommen werden könnte. Heute wird derartig viel mißbraucht, da sollte wenigstens der Fußball von frei bleiben.“
Ja, ja,
„heute“.
Nicht genug, daß
„heute“
an jeder Straßenecke Kinder
„mißbraucht“
werden. Nun hat also auch noch der Fußball seine Unschuld verloren. Als Karl-Eduard noch Moderator des unpolitischen Sportmagazins „Der Schwarze Kanal“ war, gab’s solchen
„Mißbrauch“
nicht.

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Die BILD stellt fest:
„Nur wer ‘Made in Germany’ produziert, kann die Märkte im Osten erobern.“
Wie ist das wohl jetzt zu verstehen? Als Drohung? Politische Ökonomie? Als last minute-Angebot?
Nein, nein. Als Realität.
Und noch ein kleiner Tip am Rande: Wer BILD liest, spart sich die Lektüre zahlreicher analytischer Wälzer zum Thema Geopolitik und deutsche Geschichte.

Der Literat Lothar Matthäus – ja, der hat wirklich ein Buch geschrieben –, nebenbei auch Fußballspieler, wird seiner Rolle als Träger des Gemeinschaftsgeistes jederzeit gerecht:
„Schließlich geht es nicht um einzelne Spieler, sondern um den deutschen Fußball.“
Berti befiehl, wir folgen dir! Propagandaminister Lottar weiß, worum es geht.
Ralf

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last modified: 28.3.2007