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Alle Termine für November 2022

Café



Mittwoch, 02.11.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Muff Potter

Wir haben ein neues Album aufgenommen. Es heißt »Bei aller Liebe« und erscheint am 26.08. auf Hucks Plattenkiste. Bereits am 25.03. (diesen Freitag!) erscheint die erste Single »Ich will nicht mehr mein Sklave sein«. Im Herbst gehen wir mit dem Album auf große Tour. Der Vorverkauf für Tour und Album beginnt am Freitag um 10:00, exklusiv über unseren Bandshop auf www.muff-potter.de. Das wird was.

Freitag, 04.11.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Tobias Ginsburg - Die letzten Männer des Westens - Die Lesung

Als Gast können wir euch Juse Ju präsentieren!

Bestsellerautor und Nazijäger Tobias Ginsburg geht auf Tour: eine wilde Mischung aus Comedy und szenischer Lesung, rasantem Vortrag und politischem Plädoyer, menschlichen Abgründen und unangebrachten Witzen. Für seine Bücher schleust Tobias sich undercover dort ein, wo man besser keinen Fuß hinsetzen sollte: Er lebte unter Reichsbürgern und einer rechts-esoterischen Sekte, infiltrierte eine Bande militanter Neonazi-Rapper, rechtsextreme Burschenschaften oder ein internationales Netzwerk frauenhassender Klerikalfaschisten. Für sein neues Buch „Die Letzten Männer des Westens“ recherchierte er anderthalb Jahre in Deutschland, Polen und den USA unerkannt über Rechtsextremismus und Männlichkeitswahn, Faschismus und Hip-Hop, Queerfeindlichkeit und Antifeminismus. Die Geschichten, die Tobias erzählt, sind so erschreckend wie komisch – und sie berichten von Gefahren, die uns allen viel näher sind, als wir vielleicht glauben möchten.

„Wohl noch nie wurden Rechtsextreme so sehr hinters Licht geführt wie für diese Recherche“ – Die Zeit

„Vielleicht das wichtigste Buch, das man grade schreiben konnte.“ &8213; Danger Dan

„Ein Höllengang in das Finsterreich des Männlichkeitswahns.“ – Günther Wallraff


Tickets: https://vvk.link/27dbn1g

Samstag, 05.11.2022, Einlass: 20:00 Uhr

Die Nerven "100 MILLIARDEN DEZIBEL TOUR"

Seit 2010 gibt es DIE NERVEN, gegründet in Esslingen und mittlerweile verteilt auf Stuttgart und Berlin, und sie gelten heute, zwölf Jahre später, nicht nur als eine der besten Live-Bands des Landes: Nach einer an kreativem Schöpfungswillen unvergleichlichen Flut an Digital-Releases erschien 2012 FLUIDUM (Fin Du Monde/This Charming Man Records), 2014 gefolgt von FUN (ebd.), von Jan Wigger (Spiegel Online) als "eine der wichtigsten und besten deutschsprachigen Platten dieses Jahrzehnts" verstanden. Stets glaubwürdig und dem Underground verbunden geblieben spielten sich DIE NERVEN in den folgenden Jahren durch die Clubs und Festivals (Roskilde, Melt!, Appletree Garden, Sziget, Eurosonic), unternahmen eine Israel-Tour und veröffentlichten als erste deutschsprachige Band auf dem stilprägenden US-amerikanischen Label Amphetamine Reptile Records. 2015 veröffentlichten sie ihr drittes Album OUT (Glitterhouse Records) und gingen auf ausgiebige Tour weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, was im Juni 2017 zu ihrer ersten Live-Platte LIVE IN EUROPA führte. FAKE dann, mit Platz 13 ein Chart-Erfolg für die Band, markierte spätestens den Durchbruch. DIE NERVEN sind 2022, das Jahr, in dem ihr fünftes, selbstbetiteltes Album erscheint und umfangreich betourt wird, nicht mehr wegzudenken aus den lebendigen Regionen der Musikwelt – sie befeuern und prägen sie! Und das nicht nur durch die Band selbst: Kevin Kuhn, einer der melodischsten und eigenständigsten Schlagzeuger der Gegenwart, trommelt auch bei Gordon Raphael und Wolf Mountains, Julian Knoth legt mit dem Peter Muffin Trio und Yum Yum Club beindruckende, wuchtige und der Avantgarde nahe Platten vor, und Max Rieger (u.a. All diese Gewalt) produziert sich mit Casper, Drangsal, Die Selektion, Friends Of Gas, Ilgen-Nur, Jungstötter, Stella Sommer etc. an die Spitze der deutschen Musikindustrie jenseits vorhersehbarer Plastikwerke.

+++ Zweilaster



Sonntag, 06.11.2022, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

ABGESAGT The Bar Stool Preachers + Svetlanas

Leider mussten wir die Veranstaltung aufgrund zu geringer VVK Zahlen und zu hoher Produktionskosten Absagen.

Gekaufte Tickets könnt ihr an den Stellen an denen ihr sie Erworben habt zurückgeben.

Euer Conne Island.





Mittwoch, 09.11.2022, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

ABGESAGT ARXX & Klotzs

Leider mussten wir die Veranstaltung aufgrund zu geringer VVK Zahlen und zu hoher Produktionskosten Absagen.

Gekaufte Tickets könnt ihr an den Stellen an denen ihr sie Erworben habt zurückgeben.

Euer Conne Island.



Donnerstag, 10.11.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Blond - "Blondinator Reunion Tour 2022" (AUSVERKAUFT!)

Die "Martini Sprite 2021" Tour wird verschoben auf den 10.11.2022,"Blondinator Reunion Tour 2022"!
Tickets bleiben gültig oder können an den VVK-Stellen zurückgegeben werden.

Offensichtlich bietet eine Stadt wie Chemnitz, die wie kaum eine andere für Brüche und Spannungen steht, einen idealen Nährboden für künstlerische Aktivitäten der besonderen Art. Die Band BLOND liefert mit ihrem Debüt-Tonträger „Martini Sprite“, mit ausschließlich deutschen Lyrics, die Zustandsbeschreibung einer unruhvollen ostdeutschen Jugend. In atemberaubender Geschwindigkeit verwandelte sich die Kinderzimmerformation Blond, bestehend aus Lotta Kummer, Nina Kummer und Johann Bonitz, in eine veritable Showgröße.
Die Kombination aus verschiedenen, scheinbar unvereinbaren Welten ist sowohl inhaltlich als auch in der Live-Performance eine BLOND-Spezialität und bietet den sogenannten Las Vegas Glamour. Themen wie Mansplaining, Generation Tinder, Raststättenromantik und üble Regelschmerzen liegen in ihrer Bedeutung für die Band gleich auf und werden feministisch betrachtet, ohne das Wort „Feminismus“ einmal zu benutzen. Formationstanz und Rapgesang, Powerpop und Zauberkunst gehören bei Bühnen-Auftritten schon lange zusammen. Nach unzähligen Konzerten, ausgiebigen Touren, unter anderem mit AnnenMayKantereit, Kraftklub, Zugezogen Maskulin und Von Wegen Lisbeth, Festival-Auftritten auf dem MS Dockville, dem Kosmonaut und dem Puls Open Air sowie einigen Single-Releases, beschlossen die dynamischen Drei, endlich ihr Debüt-Album aufzunehmen.

Freitag, 11.11.2022, Einlass: 22:00 Uhr

TransCentury Update - back to listening w/ The Comet Is Coming, Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp, Anadol

The Comet Is Coming:
2013 an haben sich Danalogue (keys, electronics), Betamax (drums) und Saxofonist King Shabaka zusammengetan. Die Querverweise und Referenzen, die sich rund um ihre Band The Comet is Coming auftun, sind zahlreich: Shabaka Hutchings zählt mit seinen weiteren Bands Sons of Kemet und Shabaka and the Ancestors sowie wegen der Kollaborationen mit Mulatu Astatke und Floating Points aktuell zu den wichtigen Akteur:innen der an wichtigen Akteur:innen nicht armen britischen Jazz-Szene.
Die Releases von The Comet is Coming erscheinen auf Impulse! und atmen den Geist Sun Ras, beziehen sich sowohl in ihren Artworks auch als musikalisch auf die politische Kosmologie und die kompositorische Innovationskraft des Afrofuturisten.
Ihr Sound allerdings ist alles andere als ein rückwärtsgewandtes Imitat, sondern ein ganz eigener, progressiver Stilmix aus Electronica, Funk, Psychedelic und Dub. Konzerte von The Comet is Coming kommen einem Rave nahe: Die Klangflächen sacken in den Keller und treiben dort als tieffrequente Bässe ihr Unwesen, während ein hart auf den Beat gehämmerter Techno-Groove vom Schlagzeug mit den genagelten Riffs vom Tenorsaxofon ein archaisches und urgewaltiges Spektakel losbricht.

Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp:
Das musikalische Kollektiv Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp wurde 2006 auf Initiative des Kontrabassisten und Kulturaktivisten Vincent Bertholet in Genf gegründet. Es besteht aus zehn bis vierzehn Instrumentalist:innen, die sich zwischen Free Jazz, Post-Punk, zeitgenössischer experimenteller Musik, westafrikanischen Grooves und Brass-Band-Klängen bewegen und minimalistische Ansätze mit progressiver Virtuosität und sinfonischen Höhenflügen verbinden. Diese Überlagerung von Poesien und Ästhetiken mag überraschend erscheinen, klingt aber bereits im Namen der Gruppe an, der sich auf einen der bekanntesten Konzeptkünstler der westlichen Kunst einerseits und auf die pompösen Bezeichnungen der Orchester aus Kongo oder Benin andererseits bezieht.

Anadol (DJ-Set):
Hinter Anadol verbirgt sich Gözen Atila, die elektronische Komposition und Music Technology studiert und sich während dessen ein ausgeprägtes Verständnis für Timing, Montage und Sound Design erarbeitet hat. Zudem beschreitet sie unter dem Pseudonym Anadol als Musikproduzentin unausgetretene Pfade, angetrieben von einer unermüdlichen Neugierde an Sounds und Klängen, die sie z.T. im türkischen Pop und Folk vorfindet. Unter ihrer experimentellen Arbeitsweise, die die Grenzen des Lo in LoFi neu auslotet, kommen diese Elemente zu einer Sammlung von improvisierten Neuinterpretationen nahöstlicher Songs zusammen.

Mehr Infos & Musik:
http://www.transcenturyupdate.com
https://www.thecometiscoming.co.uk
https://otpmd.ch/news.html
https://anadol.bandcamp.com/


siehe auch: transcenturyupdate.com
Samstag, 12.11.2022, Einlass: 22:00 Uhr

TransCentury Update - back to listening w/ Amyl and the Sniffers, Lassie

Musikalisch und popkulturell sind Amyl and The Sniffers tief im Australien der späten 1970er und der 1980er Jahre verwurzelt. Stilistisch bringt das eine Übernahme von eigenwilligen Codes (u.a. Vokuhilas und Glam-Accessoires) mit sich, der Sound wiederum vereint - von Punk über Garage und Hardcore bis hinzu Rock'n Roll - allerlei Spielarten von Primitive Rock. Primitiv, aber keinesfalls dilettantisch. Die roughen Songs werden von einer perfekt eingespielten Band - Dec Martens an der Gitarre, Gus Romer am Bass, Bryce Wilson am Schlagzeug und Amy Taylor am Mikrofon - in meist atemberaubender Geschwindigkeit vorgetragen, beim letzten Album "Comfort To Me" wurden sie gemischt von Nick Launay (der auch schon IDLES produzierte).
Live steigert sich das Ganze zu einer Schonungslosigkeit, die keine Schweißpore trocken lässt, und die angeheizt wird Frontfrau Amy Talyor. Deren Performance bringt grobschlächtige Prolligkeit und eine Physis an der Grenze menschlicher Leistungsfähigkeit zusammen. Kein Wunder also, dass Amy Taylor von Sleaford Mods kürzlich zum gemeinsam Pöbeln eingeladen wurde.
Der Bandname ist übrigens ein Namensspiel, das sich auf den Vornamen der Sängerin und die umgangssprachliche Bezeichnung von Amylnitrit bezieht, hierzulande als Poppers bekannt. Die Droge wird nasal konsumiert und löst einen nur kurz anhaltenden Kick aus, der vor allem eins ausmacht: Enthemmung. Amy: "... genau so sind wir! Es ist einfach schnell, ziemlich brutal, aber charmant brutal, mächtiger Spaß."

Unterstützung geschieht durch unsere Lieblingsköter:innen von Lassie. 5-köpfiger, flinker, rotziger, ruckeliger Synthie-Punk. Blitzartige Energie, irre Show und allseitiges Überdrehtsein. Durchgeknallter frischer Scheiß also, den man auch Fury hätte nennen können, aber Lassie ist viel weicher. So als Mensch.


Mehr Infos & Musik:
http://www.transcenturyupdate.com
https://www.amylandthesniffers.com/
https://lasssie.bandcamp.com/


siehe auch: transcenturyupdate.com


Mittwoch, 16.11.2022, Einlass: 10:00 Uhr

SUBBOTNIK

Keep your Island clean and your hands dirty!

Für Verpflegung ist gesorgt.



Donnerstag, 17.11.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Disarstar (AUSVERKAUFT!)

Disarstar
Live 2022
17.11.2022
Conne Island, Leipzig
Einlass: 19:00 | Beginn: 20:00

Disarstar
Deutscher Oktober
Disarstar vereint Straße und linke Theorie, Wortmacht und Pop, Attacke und Systemkritik: Inmitten einer weltweiten Pandemie fand der Hamburger die Kraft und die Worte für sein bislang pointiertestes und bestes Album. »Deutscher Oktober« erscheint am 12. März 2021. Es ist das politische Manifest, das Deutschrap jetzt unbedingt braucht.
Die klassische Rap-Erzählung geht ja so: Underdog schlägt sich irgendwie auf der Straße durch und sehnt sich nach: Geld, Frauen, Autos, Bling-Bling. Hip-Hop als einziges Ticket aus dem Ghetto, sozusagen. Aber wenn der Erfolg dann wirklich kommt, findet eine vollkommende Assimilierung des Protagonisten mit der kapitalistischen Glitzerwelt statt. Das neoliberale Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär- Märchen: Wenn du es nicht geschafft hast, bist du nicht gut oder hart genug.
Auch bei Disarstar haben wir es auf den ersten Blick mit einer typischen Streetrap- Biografie zu tun: Als Teenager kam er eine Weile ins Heim, lebte dann alleine auf St. Pauli, hatte mit Drogen zu tun, es gab Vorstrafen wegen Dealerei und Körperverletzung.
Dann erfahren wir, dass Disarstar eigentlich aus einer ganz normalen Mittelstandsfamilie stammt – die in eine wirtschaftliche Krise geriet, die den Jungen aus der Bahn warf. Dass er seine spätere Krise dank der Hilfe eines engagierten Sozialarbeiters überwand, anschließend durch Kontakte in die linke Hamburger Szene mit den Schriften von Karl Marx in Berührung kam, dass er schließlich sein Abitur nachholte und heute nebenbei studiert.
Wir merken also: Ganz so einfach ist es nicht. Disarstar ist so widersprüchlich und voller Ecken und Kanten wie der Bezirk, in dem er wohnt: St. Pauli. Der sogenannte Kiez, der von außen oft wie ein riesiges Freiluftmuseum wirkt, das von seiner Beatles-, Hans-Albers und Rotlicht-Nostalgie lebt, ohne die vielen Obdachlosen, Junkies, Gangster, Sexarbeiterinnen und Alkoholiker aber undenkbar wäre.
»Für die Alkis und Junkies gab es keinen Lockdown«, sagt Disarstar. »Da konnte sich niemand zuhause auf die Couch legen.«
Es geht also um die soziale Frage, um Gerechtigkeit. Dass diesbezüglich einiges im Argen liegt, wurde Disarstar während des ersten coronobedingten Lockdowns noch ein bisschen drastischer vor Augen geführt als sonst. Der gebürtige Hamburger lebt seit seinem 17. Lebensjahr auf St. Pauli, die soziale Schräglage in diesem Kiez ist ihm wohlbekannt. Aber wie in vielen anderen Bereichen wirkte Corona auch hier wie ein Brennglas: Erst als die Touristen weg waren, breitete sich das soziale Elend unverblümt vor einem aus.
Ein Ausgangspunkt und eine wesentliche Inspiration für das neue »Disarstar«-Album »Deutscher Oktober«, das am 12. März 2021 erscheint. »Meine Stadt ist wie zweigeteilt ... bettelarm und unverschämt reich« heißt es in »Großstadtfieber« mit dem befreundeteten Rapper Dazzit. Im Hintergrund hört man die Stimme einer Fremdenführerin, die Touristen durch das Villenviertel Blankenese führt. St. Pauli und Blankenese - beide Hamburger Bezirke liegen dicht beieinander: Hop oder top, Straße oder akademische Laufbahn. »Die Welt ist sick, der eine frisst ‘n Steak, der
andere nichts, sie treten auf uns ein mit ihren Tricks«, rappt Disarstar in der ersten Single »Sick«.
Die Grenze verläuft also zwischen oben und unten, eine Erkenntnis, die im deutschen Rap seltsamerweise kaum vorkommt. Weswegen Disarstar auf »Deutscher Oktober« mit seiner Szene hadert. »Rap ist total gut darin, Umstände oberflächig zu beschreiben«, sagt er. »Wenn man ein Album von Haftbefehl kauft, bekommt man einen sehr authentischen Eindruck von seinen Lebensumständen. Was im Rap aber fast immer fehlt, sind die politischen Rückschlüsse, die sich aus diesen Beobachtungen ergeben.«
Bereits im Intro des Albums nimmt Disarstar Deutschrap für diese Bequemlichkeit in Haftung: »Dass du Frauen und Schwule hasst, ist deinem Label egal/Die bringen die Songs zu Spotify und die CDs ins Regal«, rappt er. Und: »Du hast die Chance, die Lage zu kritisieren, in der die Leute sind.« Es geht natürlich um die ganze zynische Durchkommerzialisierung, mittels derer die eigene Ghetto-Herkunft und Gangster- Vergangenheit vieler Deutschrap-Protagonisten zu Marketing-Tools umgemünzt werden.
»Tsunami« schlägt mit der absolut vernichtenden Zeile »Wärst du nicht aus’m Ghetto, dann wärst du der Wendler« in eine ähnliche Kerbe: Disarstar liest Teilen von Deutschrap mit klassischen Diss-Tracks die Leviten, die aber eben von inhaltlicher Kritik und nicht von persönlichen Ressentiments leben. Er stellt die Klassenfrage, das ist im deutschen Rap auf diesem Niveau ein Novum. »Ich bin keiner von euch«, heißt es an einer Stelle.
Das hinter solchen Zeilen stehende politische Bewusstsein hat Disarstar schon immer ausgezeichnet. Aber selten hat er es so auf den Punkt gebracht wie auf »Deutscher Oktober«. Es geht auf diesem Album nicht um die großen Thesen, die politischen Leitplanken oder Theoriekonstrukte, für die Disarstar sonst bekannt ist. Sondern er berichtet im Stil eines Reporters aus ihm wohl vertrauten Mikrokosmen. Das macht das Album so stark: Meine Straße, meine Leute, mein Block. Nur anders.
Die Inspiration für seinen taffen Sozialrealismus findet Disarstar vor allem in Frankreich, den USA und England. »In diesen Ländern gibt es Leute, die krass politisch sind, aber trotzdem popkulturelle Relevanz haben, wie zum Beispiel Stormzy oder Kendrick Lamar«, sagt Disarstar. »So was fehlt mir in Deutschland, dazu gibt es hier kein Äquivalent.« Er würde das selbst niemals so sagen, deshalb machen wir’s: Es hat bislang gefehlt. Bis »Deutscher Oktober«.
»Deutscher Oktober« ist – nur ein knappes Jahr nach »Klassenkampf und Kitsch« – das insgesamt fünfte Disarstar-Album, hinzu kommen einige EPs und Mixtapes. Aufgenommen hat er es in diesem endlosen Coronasommer, nachdem sämtliche geplanten Konzerte abgesagt worden waren und es einfach nichts anderes zu tun gab.
Als die Lockdown-Lethargie ein bisschen verging, kam die Inspiration und der Rapper konnte sich auf die Arbeit an neuer Musik fokussieren, wie vielleicht noch nie. »Ein Freund von mir hat dieses Studio in Vierden, weit außerhalb von Hamburg«, sagt er. »Das ist so ein kleines Kaff mit riesigen Wiesen, das war perfekt.«
Dort verbrachte Disarstar den Sommer und produzierte gemeinsam mit dem Songwriter, Produzenten und Multiinstrumentalisten Fayzen und dem Songwriter und Gitarristen Malte Kuhn den Großteil von »Deutscher Oktober«.
Schlechte Nachrichten übrigens für alle, die Rap mit Spoken-Word-Rezitationen verwechseln: Rappen wie der Teufel kann Disarstar außerdem! Dieser Mann hat einen gewaltigen Punch, auf »Deutscher Oktober« kontrolliert der Flow den Beat, nicht andersrum. Und er hat ein außergewöhnliches Pop-Gespür: »Trauma«, einer von zwei Songs mit der Rapperin Nura, ist etwa ganz großes Rap-Theater, eine wild bouncende Underground-Hymne mit strahlendem Refrain, ein absoluter Hit.
Musikalisch changiert »Deutscher Oktober« zwischen Attacke und beinahe zärtlich hingetupften Melodien, zwischen Oldschool-Scratchings und aufs Skelett reduzierten Beats auf der einen, sowie Trap-Anleihen und sphärischen Dreampop-Einschüben auf der anderen Seite. Beats, Texte, Melodien: In der Abgeschiedenheit von Vierden entstand alles parallel, man hört dieser Musik in jede Note den kollaborativen Geist an, in dem sie gewachsen ist.
Mit »Deutscher Oktober« bringt Disarstar seinen scharfsinnigen Polit-Rap so klarsichtig und präzise auf den Punkt wie noch nie. Insofern ist es genau das Album geworden, das Deutschrap und Pop-Diskurs jetzt brauchen.



Freitag, 18.11.2022, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Russland - Ein Bollwerk der Konterrevolution

Kontinuitäten und Brüche einer halb-asiatischen Despotie

In Deutschland hielten selbst Kritiker des Putin-Regimes und pessimistische Berichterstatter der Moskauer Politik einen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht für möglich. Dabei ist es keineswegs so, dass das Land auf eine westliche Aggressivität (»Vordringen der NATO«, »Einkreisungsstrategie des Westens« oder »Verschwulung Russlands«) reagiert. Die russische Aggression entspringt vielmehr dem bedrohlichen Charakter des russischen Staates selbst, dem wir in unserem Vortrag auf die Spur kommen wollen. Dabei sind zugleich Perspektiven aufzuzeigen, die über die derzeitige Misere hinausweisen. Die politisch nach außen gerichtete Aggressivität ist keine in der russischen Nationalpsyche statisch festgelegte Konstante, wie das Geraune von einer »asiatischen Gefahr« nahelegen könnte, dem der von uns verfolgte materialistische Ansatz strikt entgegengesetzt ist. Sie resultiert vielmehr aus der russischen Geschichte. Putin höchstselbst knüpft über Stalin und die Sowjetunion an die Tradition des russischen Zarismus an. Seine Herrschaft, so unsere These, reaktiviert damit Elemente der russischen Geschichte, die noch weiter zurückreichen: auf eine halb-asiatische Despotie, die das Land seit dem mittelalterlichen Mongoleneinfall bestimmt. Politisch-ökonomisch war sie durch isolierte Dörfer, einen die gesamte Gesellschaft diktatorisch beherrschenden Staat, mangelnde Individualität, fehlendes Privateigentum sowie eine nur geringfügig ausgeprägte Öffentlichkeit gekennzeichnet. Bis heute zeigt sich das in der staatlichen Struktur des Landes. Diese Ordnung wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch äußere Einflüsse – das Eindringen der kapitalistischen Produktionsweise – ökonomisch und politisch erschüttert, jedoch rekonstituierten die restaurativen und konterrevolutionären Tendenzen des stalinistischen Systems nach der Oktoberrevolution eine bürokratisch-industrielle Terrorherrschaft: eine »asiatische Staatssklaverei« (Marx) mit »sozialistischem« oder gar »kommunistischem« Anstrich. Nach jahrzehntelanger gesellschaftlicher Stagnation und staatlich gelenkter Misswirtschaft brach diese Gesellschaft dann 1991 zusammen und wurde von Putin als despotisch gelenkter Staatskapitalismus weitergeführt. Dieser mündet aktuell in einem militärischen Krisenlösungsversuch eines staatlich organisierten Bandenwesens.
Global gesehen ist die kapitalistische Gesellschaft gegenwärtig in zwei sich feindlich gegenüberstehende Lager gespalten. Russlands Widersacher, der Westen, stellt zwar keineswegs das Ideal einer freien Gesellschaft dar, bietet aber gegenüber dem Regime Putins entscheidende Voraussetzungen für den Kampf um eine bessere Gesellschaft in Gestalt bürgerlicher Freiheitsrechte. Diese stellen einen notwendigen Bewegungsspielraum für eine revolutionäre Entwicklung hin zur kommunistischen Gesellschaft dar. Im despotischen System Russland werden derartige Ansätze, sofern überhaupt vorhanden, sofort brutal erstickt. Jeder globale Machtzuwachs der asiatisch geprägten Welt (des Dreiecks Peking-Moskau-Teheran bzw. der BRICS-Staaten, einschließlich Iran, Türkei, Indonesien usw.) schränkt die Möglichkeit eines emanzipativen Auswegs aus der sich immer deutlicher abzeichnenden Krise der kapitalistischen Gesellschaft ein. Schlimmer noch, es macht autoritär- regressive Krisenlösungen wahrscheinlicher.
Eine auf die wahrscheinliche und zu erhoffende Niederlage Russlands im Krieg gegen die Ukraine möglicherweise folgende Revolte gegen das Putinsystem könnte zusammen mit dem Kampf um Befreiung der Frauen im Iran als antiautokratische Revolutionen der ganzen Welt zum politischen und kulturellen Vorbild dienen (und auch ein Kollaps des chinesischen despotischen Kapitalismus zeichnet sich am Horizont ab, mit ungeahnten Konsequenzen). Umfassend betrachtet stehen diese Proteste für den Kampf des Individuums, sich frei von despotischer Bevormundung entwickeln zu können, und damit gleichzeitig für die Befreiung von sämtlichen Formen des entfremdeten Lebens. Freie Individualität ist eine entscheidende Basis eines nichtkollektivistischen, individualistischen Kommunismus. Die aktuellen Proteste verlangen danach, mit einer kritischen Theorie unterfüttert zu werden. Sie benötigen einen kommunistischen Kompass, der auf eine freie Assoziation der Individuen abzielt. Dem politischen Kampf gegen das despotische Lager kommt mithin prinzipiell das Potenzial zu, zum Kampf um eine universelle soziale Befreiung ausgeweitet zu werden.

Eine Veranstaltung der antideutschen Kommunisten Leipzig



Samstag, 19.11.2022, Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr

Haexler & Next Step Down & Dethroned

Nächsten Samstag gehts rund im Café!

Wir freuen uns sehr, nächste Woche Haexler (Powerviolence/Leipzig) & Next Step Down (Heavy Hardcore/Dresden) & Dethroned (Metallic Hardcore/Dresden) bei uns im Laden begrüßen zu dürfen.

Für die Leute von Haexler ist das quasi ne Releaseshow.
Die neue EP „Wage, Work“ der Leipziger Powerviolence-Crew hält mit Titelnamen wie „Corporate Social Responsibility“, „Multi-Level-Marketing“ oder „Networking“ den ganzen verblödeten Phrasen des postmodernen Kapitalismus ordentlich den Spiegel vor. In 11 Songs, die teilweise ähnlich wie eure Projektstellen auf 30 Sekunden befristet sind, wird hier, analog zum Berufsalltag, immer und immer wieder grunzend auf eine*n eingedrosch…äh gewaltfrei kommuniziert.
https://haexler.bandcamp.com

Danach verspürt ihr nichts als Wut und Hass? Na, na, na. alles nur ne Frage des „Mindset[s]“. Schon mal mit Achtsamkeit probiert?

Bei Next Step Down geht es musikalisch etwas anders zu, aber nicht weniger auf die Zwölf.
Die Dresdner spielen ne Mischung aus New York Hardcore mit Metal-Einflüssen, zwischen den ganzen (mentalen) Breakdowns gibt’s auch mal ein paar melodische Riffs.
Textlich wird’s bissl martialisch, aber in Dresden ist’s ja auch wirklich oft die ganz unvermittelte Gewalt der Masse, die auf eine*n niederprasselt und die sich nicht hinter dem schönen Schein von Chancengleichheit, Eigenverantwortung und co. versteckt. Next Step Down plädieren dafür, aus der Reihe zu tanzen, und die Reste vom Selbst, die diese Gesellschaft eine*m noch lässt, nicht am Ende dem Konformitätszwang der Szene doch noch preiszugeben.
https://nextstepdown.bandcamp.com/album/next-step-down

Soeben erreichte uns noch eine Eilmeldung:
DETHRONED (Metallic Hardcore aus Dresden) sind spontan mit aufgesprungen. Wir freuen uns, dass sie dabei sind!
https://dethronedfm.bandcamp.com

- Die Show findet im Conne Island Café statt -



Sonntag, 20.11.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Snak The Ripper

Snak The Ripper
- Let It Rip EU Tour -

Snak The Ripper (Canada) live
with guest appearances by
Junk & DJ Crypt



Dienstag, 22.11.2022, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen (OAT)

Aufmarsch von Faschos?

Am 26. November soll es in Leipzig einen großen Aufmarsch der rechten Szene geben (https://www.inventati.org/leipzig/?p=5261), wir wollen darüber sprechen wie der aktuelle Stand ist, welche rechten Strukturen zu erwarten sind und schauen, was Antifaschist*innen in der Vergangenheit unternommen haben, wenn bundesweit Neonazis nach Leipzig gekommen sind.

Was ist das Offene Antifa Treffen?

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Antisemitismus, Homosexuellenfeindlichkeit und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

siehe auch: https://oatle.noblogs.org


Mittwoch, 23.11.2022, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Vortrag: (Un-)Consciousness Rising! Erfahrung als umkämpfte politische Kategorie

Vortrag: (Un-)Consciousness Rising! Erfahrung als umkämpfte politische Kategorie

Alexandra Ivanova – Die Mutter der Erfahrung: Ein Bericht oder die theoretische Annäherung an ein großes Dilemma

(Biologische) Mutterschaft war seit den 1990er Jahren zugunsten von dekonstruktivistischen Debatten von Geschlechteridentitäten an den Rand eines politisch-feministischen Diskurses gedrängt worden. Seit einiger Zeit jedoch wird Schwangerwerdenkönnen, Mutterschaft und Kinderkriegen als zentrale feministische Themen wiederentdeckt. In meinem outside-Beitrag untersuche ich zum einen die widerspruchsvolle Wiederaufnahme dieser Gesprächsstränge in der deutschsprachigen feministischen Theorie, zum anderen verhandele ich Mutterschaft als schwierige Erfahrungskategorie: Wie können Feminist*innen Geburts- und Mutterschaftserfahrungen solidarisch miteinander teilen, wenn politische Kinderlosigkeit die weitaus radikalere feministische Option zu sein scheint? Zu diesem großen Dilemma werde ich im Vortrag Teile aus meinem Text lesen, kommentieren und zur Diskussion stellen. Bringt Eure Mütter mit!

Alexandra Ivanova ist Soziologin, Autorin, Übersetzerin aus dem Russischen und Mutter.

Über die Vortragsreihe:

Erfahrung als Grundlage feministischer Kritik und Politik bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Selbstveränderung und Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Wenn die eine universelle weibliche Erfahrung nicht existiert, braucht es dann statt gleichen, nicht vielmehr verbindende Erfahrungen, um gemeinsam kämpfen zu können? Wie lassen sich diese politisch herstellen, gerade wenn Erfahrung als unmittelbar Gegenwärtiges und Alltägliches allzu oft als Gegenteil einer utopisch ganz anderen Form des Miteinanders erlebt wird? Wo also trennen uns unsere Erfahrungen, wo treffen sie aufeinander und was machen wir mit den Widersprüchen, die dabei entstehen?

Mit der Fragen beginnend, was Erfahrung mit der Veränderung der Verhältnisse zu tun hat und wovon das eigene Denken eigentlich ausgeht, möchten die Redakteurinnen der outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik die Auseinandersetzungen um Erfahrung als umkämpfte politische Kategorie im Anschluss an die Texte und Inhalte der aktuellen Ausgabe 7 wieder aufnehmen. Die beiden Autorinnen Alexandra Ivanova und Katharina Lux lesen am 12.10.22 und 23.11.22 aus ihren Texten zu Erfahrung & feministisches Bewusstsein in der autonomen Frauenbewegung der 1970er Jahre sowie zu Mutterschaft - Eine theoretische Annäherung an ein großes Dilemma und diskutieren gemeinsam mit weiteren Autor:innen und Aktivist:innen am 14.12. auf dem Podium die übergreifenden Fragen der Veranstaltungsreihe.

Eine (utopische?) ERFAHRUNG, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

Veranstaltet von outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik



Donnerstag, 24.11.2022, Einlass: 17:00 Uhr

Spieleabend

Endlich erobert sich der Spieleabend im Conne Island sein Brett.
Ob drinnen oder draußen - je nach Wetter könnt ihr auch an der frischen Luft das reichhaltige und vielseitige Spieleangebot des Conne Islands ausprobieren - oder ihr bringt einfach eure eigenen Lieblingsspiele mit!



Donnerstag, 24.11.2022, Einlass: 19:00 Uhr

T WIE TISCHTENNIS / / / K WIE HEROIN

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Geht es um Suchtverhalten und Sehnsucht, Szenen und Armut und die offenen Geheimnisse öffentlicher Plätze?

Wenn es um Tischtennis geht, geht es jedenfalls immer auch um mehr als um TISCHTENNIS: um jüdischen Sport und chinesisches Spiel, um die Salons der Aristokraten und die Pläne von Kommunisten, um Diplomatie und Spionage, Taktik und Roboter, um fremde Freunde, Popkultur, Stichomythie, Gummi und Geist, „intuitive maths“ und Glücksspiel in New York City.

Ein Vortrag von Iris Dankemeyer über die soziale Physiognomie eines uncoolen Sports und seine sozialistische Seele.



Freitag, 25.11.2022, Einlass: 17:30 Uhr, Beginn: 18:00 Uhr

Solidarität als linker Universalismus (ABGESAGT)

Revolutionäres Subjekt, Hauptwiderspruch, Kapitalismuskritik – die gesellschaftliche Linke hatte viele Namen für ihren Universalismus. Aber keiner hat das gute Leben für alle ermöglichen können. Als eine der letzten Bastionen steht bis heute der Begriff der Solidarität dafür, das bürgerliche Versprechen von Freiheit und Gleichheit von links einzulösen. Hat das Aussichten auf Erfolg? Auf welcher Grundlage sollen sich Menschen als Gleiche begreifen, ohne dabei ins vollkommen abstrakte Gattungswesen oder in exkludierende Gemeinschaften zu kippen? Ist Universalismus überhaupt noch etwas, um das es sich zu kämpfen lohnt oder steht die Geschichte auf der Seite der Identitäten?

Die neue Ausgabe der Phase 2 widmet sich der Notwendigkeit und Kritik des Universalismus. Zum Release diskutieren die Autor:innen Franziska Haug und Alex Struwe über Solidarität und die Verstrickungen der Linken mit dem Universalismus.



Samstag, 26.11.2022, Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr

Presslufthanna & Am Apparat

Nachhol Konzert vom 07.10.

Presslufthanna
& Jiyan
& Am Apparat


26.11.2022
Conne Island, Leipzig
Einlass: 20:00 |

Presslufthanna
Jiyan
Space Windu
Herr König
Yustus Malick
Hast
Jonathan Wr.Jr.
Loop
Repete23
Warpath
Hazet

Special Cumbia Aftershow by Brous One
- https://www.facebook.com/events/794003921857925 -

03.02.2023
Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Tel.: 0341-3013028, Fax: 0341-3026503
info@conne-island.de, tickets@conne-island.de