Mittwoch, 18.03.2026, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr
Programm zur Buchmesse | Franziska Haug (Hg.): „bin weiblich, bin männlich, doppelt“ Queere DDR-Literatur.
Lesung im Rahmen der Buchmesse
Franziska Haug (Hg.):
„bin weiblich, bin männlich, doppelt“
Queere DDR-Literatur. Mitteldeutscher Verlag. 2025.
Queerness und Sozialismus – Eine Rückschau
Queerness und Sozialismus – dies mag zunächst wie ein Widerspruch erscheinen, ist es bei genauem Hinsehen auf das Alltagsleben, die Künste und Literatur von und über LGBTQI*-Personen in Ländern wie der DDR jedoch ganz und gar nicht. Auch wenn sie oft verkannt waren und teilweise noch immer unsichtbar sind, es gab sie: queere Geschichten, Romane, Gedichte, Erzählungen u.v.m.
Bislang gibt es keinen systematischen Überblick queerer DDR-Literatur. Daher versuchte die gleichnamige Tagung „Queere DDR-Literatur“, die 2024 an der Universität Regensburg im Rahmen der Forschungsgruppe „Light On! Queer Literatures and Cultures under Socialism“ stattfand, einen ersten Schritt in diese Richtung zu unternehmen. Im Fokus des daraus resultierenden Buches stehen Leben und Werk so unterschiedlicher Autor:innen wie Irmtraud Morgner, Brigitte Reimann, Erich Loest, Christa Wolf, Christa Reinig, Ronald M. Schernikau, Norbert Marohn und Franz Fühmann, ebenso die gesellschaftlichen Bedingungen im Hinblick auf queere Lebensformen.
Dr. Franziska Haug hat nach ihrem Kunstpädagogik-, Soziologie- und Germanistik-Studium an der Goethe-Universität Frankfurt am Main zu Arbeit als literarisches Verfahren der Geschlechterproduktion bei Thomas Brasch, Gisela Elsner, Elfriede Jelinek, Ronald M. Schernikau und in der Popmusik promoviert. Derzeit forscht sie als PostDoc im Projekt „Light On! Queer Literatures and Cultures under Socialism“ zu Queerer DDR-Literatur.
https://www.mitteldeutscherverlag.de/geschichte/kulturgeschichte/haug,-franziska-hg-bin-weiblich,-bin-m%C3%A4nnlich,-doppelt-detail
- Die Veranstaltung findet im Saal statt. -