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14.01.2026

Gegen jede Anti-Antifa! Statement des Conne Islands zur Mobilmachung gegen antifaschistische Projekte in Connewitz

Die Zeiten werden härter für eine emanzipatorische Linke und ein solidarisches Zusammenwirken. International gibt es einen reaktionären Rechtsruck. In diesem Jahr stehen in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen an, bei denen die AfD gute Chancen hat, stärkste Kraft zu werden. Daneben sind Antifa-Strukturen immer noch einer der größten Repressionswellen der letzten Jahrzehnte ausgesetzt. So wird Antifa Ost von den USA als Terrororganisation eingestuft und der Roten Hilfe wurden die Konten gekündigt.

In diesen Zeiten mobilisiert ein Zusammenschluss aus der selbsternannten Palästina-Solidarität und autoritär-kommunistischen Kadergruppen unter dem Motto „Antifa means Free Palestine“ gegen Connewitz und dort ansässige antifaschistische Strukturen. Dabei nehmen sie nicht nur das Conne Island ins Visier, sondern auch das LinXXnet und Jule Nagel.

Es ist inzwischen eine weitverbreitete Praxis in diesem antizionistisch-politischen Umfeld, Boykottkampagnen gegen Orte zu führen, die sich für das Existenzrecht Israels als notwendigen Schutzraum für Juden und Jüdinnen einsetzen – gerade im Zusammenhang mit einem weltweit wieder erstarkenden Antisemitismus.

Die lokale Gruppe Handala macht wenig Hehl aus ihrer Bewunderung für religiös-faschistische Terrororganisationen wie die Hamas, ihrem Vernichtungswillen gegenüber Israel und ihrer Freude über das antisemitische Pogrom am 7. Oktober 2023. Die fehlende Abgrenzung zur Hamas unterschlägt, dass auch die palästinensische Bevölkerung massiv unter dem Terrorregime leidet. Es ist deshalb wenig überraschend, dass ihnen das Conne Island als antifaschistischer Ort mit einer langen Geschichte des Kampfs gegen Antisemitismus ein Dorn im Auge ist.

Auch der Versuch, sozialpolitische und emanzipatorische Kämpfe für sich zu vereinnahmen, ist kein neues Phänomen. Dies betrifft linke Räume genauso wie Proteste gegen Kulturkürzungen, gewerkschaftliche Auseinandersetzungen, Gedenk- und Erinnerungspolitik sowie feministische Kämpfe. Dieses autoritäre Agieren beraubt emanzipatorische Kämpfe ihrer Geschichte, Inhalte und Relevanz und hinterlässt ein Trümmerfeld leerer Worthülsen. Eine bekannte Taktik ist es dabei auch, Orte oder Gruppen, die ihrer politischen Agenda im Wege stehen, so zu verfolgen und zu schädigen, dass sie schlussendlich als Strukturen extrem geschwächt sind oder ganz verschwinden. So zeichnen sie ein Bild des Conne Islands als homogene Projektionsfigur – nicht als gewachsene offene Struktur, in der – dem Anspruch nach – ein Ringen um Debatten und Aushandlungen, um politische und gesellschaftliche Widersprüche, die Basis bilden.

Bei so viel Anti-Antifa-Arbeit bleibt die Unterstützung und der Applaus von extrem rechten Akteur:innen wie den Freien Sachsen oder dem Compact-Magazin nicht aus. Gesellt sich doch zu den gemeinsamen Feindbildern auch der ideologische Kitt des Antisemitismus.

Das Conne Island und Connewitz mussten in der Vergangenheit schon viele Abwehrkämpfe führen. Wir lassen uns davon aber weder kleinkriegen noch einschüchtern. Das Conne Island kämpft weiter gegen jeden Antisemitismus.

Conne Island, Januar 2026

14.01.2026
Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Tel.: 0341-3013028, Fax: 0341-3026503
info@conne-island.de, tickets@conne-island.de