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das letzte, 1.8k
Die dramatische Gefährdung der abendländischen Kultur ist den Politkern scheinbar völlig gleich:
„Nun steht sie Freitag abends im Geschäft, statt bei ihrer Familie, und dann kommt keiner, klagt sie. Die Frau im Fachgeschäft für Haushaltwaren ist sauer. Wenn die Leute abends länger einkaufen wollten, dann sollten sie doch in den Süden oder nach Amerika ziehen. Mehr Umsatz? Alles Quatsch.“
Analytisch scharf wird der Kapitalismus konterkariert. Profit scheint da sekundär, die Schmach für die kleinen Leute aber vordergründiges Unrecht. Die implizierten rassistischen Stereotypen sagen mehr über deutsche Verhältnisse, die von der Sonder - Rolle sind, als deutscher Fleiß je verrichten könnte. Gen
„Süden oder nach Amerika“
tobt die Faulheit, die schmarotzende.
aus bunte, 4.9k
...und morgen gehört sie uns dann. (aus BUNTE)

aus bunte, 8.5k
Holocaust, was heißt hier Holocaust?
Meine Oma fährt im Hühner-KZ Motorrad! (aus BUNTE)

Die amtierende Chefredaktion der taz, Klaudia Brunst und Michael Rediske, sind auf Linie:
„’Von FAZ bis taz’ – mit dieser Charakterisierung der deutschen Presselandschaft werden wir uns erst zufriedengeben, wenn erstere Zeitung zuletzt genannt wird.“
Und da gibt es immer noch Leute, denen alternativen Krokdilstränen die Utopien nur so über das Face rollen lassen. Keine taz mehr mit uns!

Wozu, fragt man sich trotzdem immer wieder mal mit Berechtigung, braucht es eigentlich linke Publikationen? Denn, was dort steht, steht vorher in der FAZ:
„Strategisch und wirtschaftlich ist Schwarzafrika weder für die Amerikaner noch für die Russen von nennenswertem Interesse. Die Europäer fühlen sich der Region höchstens noch in Anflügen kolonialer Nostalgie verbunden. Anders ist das beklemmende tatenlose Verhalten der Staatengemeinschaft mit Blick auf den afrikanischen Kriegsschauplatz im Grenzgebiet zwischen Ruanda, Burundi und Zaire jedenfalls kaum zu erklären, es sei denn, mit der Ratlosigkeit darüber, wie dem Morden und dem Anschwellen der Flüchtlingsströme ein Ende zu setzen sei. Nicht einmal in den abgelegensten Winkeln der Erde kann zur Begründung dieses Abseitsstehens angeführt werden, diese Tragödie habe sich überraschend eingestellt.“
Das humanitäre Interesse ist immer das Interesse
„am nennenswerten Interesse“.

Das erkannte auch irgendwann die RAF und handelte dementsprechend. Es wird sie freuen, was der Magdeburger Noch-SKET-Arbeiter kurz vor seiner Entlassung feststellt:
„Ich verstehe jetzt, was die RAF früher im Westen gewollt hat.“
Und tatsächlich, man versteht wirklich immer mehr. Den Treuhandchef zu killen, weil er als Unterdrücker des DDR-Volkes daherkam, war dann doch nicht umsonst.
Daß ein Zonen-Trottel glaubt, die RAF hätte ja nur Arbeit für alle gefordert, ist nicht das Tragischste. Schlimmer ist eher, daß die RAF das wirklich gefordert hat.
Ralf


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last modified: 28.3.2007