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das Letzte, 1.2k

Vom Sinn des Lebens.

(Mit großem After-the-summertime-Gewinnspiel)

Zeitungsausschnitt Tillich u. Bushido, 33.2k

Die übliche Eingangsfrage auf dieser Seite lautet: Wer hat das gesagt?

„Es tut sich für uns ein Abgrund an Politikunfähigkeit auf.“

Schwer? Nicht sehr.

Die Grünen-Chefin sagte: „Damit verabschiedet sich die hessische SPD für lange Zeit von aktiver Politikgestaltung und hinterlässt einen Scherbenhaufen.“

Der hinterlassene Scherbenhaufen ließe sich im Abgrund an Politikunfähigkeit umweltgerecht entsorgen, könnte die Zonen-Grüne Eva Hermenau gesagt haben, dabei war es das ihr gemäße Sprach-Luder von drüben, die Claudia Roth. Zwanzig Jahre danach, es wächst zusammen, was zusammen gehört. Die Antideutschsprachigen.

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Er ist Co-Vorsitzender einer richtigen Partei, hat ein Bundestagsmandat, führt ein europäisches Parteien-Konglomerat, sitzt im Aufsichtsrat eines öffentlich-rechtlichen Senders und wird im nächsten Jahr, es sei denn der Souverän, also der Wähler, also ich, entscheidet anders, im Europaparlament Platz nehmen. Da aber bis zum Abendessen noch ein wenig Zeit ist, hat sich Lothar Bisky entschlossen, diese Zeit zu vertreiben und die Herausgabe der sozialistischen Tageszeitung zu übernehmen.
Da er sich in dieser Eigenschaft nicht in die redaktionelle Arbeit einzumischen hat, treiben die Angestellten gern ein wenig Schabernack mit ihm. So stellen sie nicht einen schlechten Satz, sondern den allerschlechtesten als Überschrift, Lothar Bisky zum Hohn wie zum Trotz, dem Interview voran.

„Es macht Sinn, eine starke linke Fraktion nach Europa zu schicken“.

Aber macht es tatsächlich Sinn, nochmals zu erklären, dass es und auch nicht Es einen Sinn machen kann, da der Sinn bereits in der Begründung der Sache enthalten ist, woraus sich die Sache und das Tun erklären, nicht aber, dass eine Sache getan wird um daraus einen Sinn erwachsen zulassen, der doch keiner wäre, da...
Es ist alles so sinnlos.

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Wo ein Sinn gar nichts macht, obwohl er doch schon da ist, ist mit Hans-Werner Sinn, jenem Subventionsabzieher – man möchte Antiimp werden –, trefflich ins Fleischliche transformiert. Die immer funktionierende Nummer mit den Juden war zwar fast so gesagt wie sie nicht gemeint war, aber am Ende steht so oft die Entschuldigung beim Zentralrat. Allerdings nicht immer, weiß das Zentralorgan des Alternativgesindels.

Ökonom nimmt Judenvergleich zurück

Denn es wäre ja ein ganz dickes Ding, deutsche Manager mit irgendwelchen dahergelaufenen Juden gleichzusetzen. Ist es schon wieder so weit?

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(Redaktionelle Anmerkung: Nachfolgende Wortspiele sind in allen Abwandlungen bis zum 1. April 2009 verboten. Sinnlos. Wahnsinn. Unsinn. Sinnentleert. Sinnigerweise. Usw. Unter dieses Verbot fällt auch des Autors ökonomischer, aufgrund der derzeitigen Krise nur in minimalistischer Ausstattung vorrätiger Lieblingswitz: Was ist in der Wirtschafts-Lotterie eine Niete? Ein Sinn-Los.)

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Der Störsender MDR hat das zum Sende- wie zum Empfangspersonal passende Desinformationsprogramm. Am 9. November kündigt ein Moderationspüppchen namens Robert Bury sich an.

Die besten Zeiten und die schlechtesten Zeiten – alles an einem Datum, dem 9. November. Z.B. die Erinnerung an die Pogrome gegen unsere jüdischen Mitbürger 1938.

Die, wie Bury meint mitzuteilen müssen, zu den besten Zeiten bzw. Sendezeiten, stattfanden. Wenn man solches hört, ist die alte Erfahrung nicht weit, es kündigt sich der Pogrom bereits an, wenn von jüdischen Mitbürgern gesprochen wird.

Aber auch: 1989 die Überwindung der deutschen Teilung und der Mauer.

Dass dieses, die Überwindung von deutscher Teilung und Mauer, im MDR zu den schlechtesten Zeiten gehört, glaubt doch keiner.

Wir berichten über beide Ereignisse und die Erinnerungsfeiern heute bei „MDR aktuell“ in einer halben Stunde. Hier die Ländermagazine.

Weil möglicherweise doch der letzte Sehtrottel nicht begriffen haben könnte, was ihm eben in unbezweifelbarer Klarheit zu Verstehen gegeben wurde, meldet sich aus dem Studio Leipzig ein Andreas F. Rook mit dem „Sachsen-Spiegel“, um da weiterzumachen.

Der 9. November ist ein deutscher Schicksalstag. Mauerfall 1989, Novemberrevolution 1919 und dazwischen die Reichspogromnacht 1938.

Zugegeben, wir leben schon in schlechten Zeiten, aber wenn ein Andreas Fick-Fack Rook schlechter vom Teleprompter ablesen können tut als Weiland Hans Albers, dann spricht er nur aus, was in Mitteldeutschland der Ecki Jesse so lehrt ohne dazu gezwungen worden zu sein.

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Zum Schluss, da das People-Magazin CEE IEH diesbezüglich einen Ruf zu verteidigen hat, noch etwas für das Gemüt. Die am wenigsten dumme Dresdner Zeitung berichtet der Kunst- und Kulturbürgerschaft:

Dresdner Operettenstar wird 80

Helma Reuter war die „Sexbombe von Leuben“

sex bomb / sex bomb / you’re my sex bomb / and baby you can turn me on

Ältere Operettenbesucher bekommen noch heute glänzende Augen, wenn sie sich an die glanzvollen Auftritte der „Sexbombe von Leuben“ erinnern.

Die glänzenden Augen älterer Operettenbesucher – wie schön, wenn man im Alter noch so agil, so körperlich fit ist. Verschwende deine Jugend.

Gunnar Change-Schubert

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last modified: 25.11.2008