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Im Folgenden dokumentieren wir ein Flugblatt des Bündnis für Israel, welches am 20.08.2003 auf einer Spontankundgebung in der Leipziger Innenstadt verteilt wurde.
dokumentation, 1.1k

Kein Frieden mit dem Terror
Solidarität mit Israel


Vielleicht haben auch Sie gegen jede Vernunft dafür demonstriert, den Antizionisten Saddam Hussein im Amt zu halten, damit im Nahen Osten alles beim Alten – also beim organisierten Judenmord – bleibt, vielleicht haben Sie es mit Genugtuung belächelt dass old europe den „arroganten Amerikanern“ es mal richtig zeigt, wie Frieden geht: wie man Islamisten toleriert und ihnen das Morden erleichtert, vielleicht haben auch Sie bewiesen wie man mit schleimigster Moral die menschenfeindlichsten Verbrechen legitimiert und zur Verewigung inhumaner Zustände in den arabischen Zwangskollektiven beiträgt. Dann gehören Sie wahrscheinlich zu dem Schlag kulturbewußter Europäer, die überzeugt sind, das man den Islam nicht verteufeln darf und das einiges von ihm zu lernen ist: was bleibende Werte und Leben – so ohne Konsumterror und american way of life – angeht. Sie werden altklug zum „Dialog der Kulturen“ aufrufen und natürlich bescheidwissen, dass alles schlimmer wird, wenn man die Ehre von Antisemiten beleidigt, indem man sie aus dem Amt jagt und Demokratie versucht. Auf jeden Fall sind Sie ein Bürger des Landes, welches es recht erfolgreich betrieben hat, die europäischen Juden auszurotten und alles daran getan hat, den Antisemitismus samt Standardwerk – Mein Kampf, Adolf Hitler – in die muslimische Welt zu exportieren. Sie sind Bürger von old europe, einer Bande übler Pacefisten, die es gut daran verdient, mit den Regimen in Nahost per du zu sein, die für Israel nur ein Achselzucken, für die Mordbrenner der Autonomiebehörde – der Fatah und ihrer Al-Aksa-Brigaden – dagegen ein solides Taschengeld übrig hat. Mit einem Satz: Sie sind verstrickt in den weltweiten Aufstand der Antisemiten, der am 11.9. 2001 seinen offiziellen Anfang nahm und sich seit Beginn des war on terrorism als Notwehr gegen den amerikanischen Kulturimperialismus verkleidet. Sie sind Friedensdemonstrant, weil Sie deutsch sind und entschieden europäisch und Sie sitzen damit im Kanonenboot des islamischen Fundamentalismus gegen Israel und die USA.
Gestern fuhr ein mit Sprengstoff beladener LKW in das Foyer eines Bagdader Hotels, die Detonation tötete 17 Menschen und verwundete weit über hundert. Das Hotel wurde von der UNO genutzt. Gestern stieg ein mit Sprengstoffgürtel bewaffneter und als orthodoxer Jude verkleideter Palästinenser in einen vollbesetzten Bus und sprengte 20 Menschen in den Tod und verletzte über 100 weitere Menschen.
Dass diese Anschläge nicht dazu beitragen werden, ihr klassisch deutsches Feindbild zu destruieren oder gar die Einsicht in die Notwendigkeit des bewaffneten Vorgehens gegen die islamistischen Terrorgruppen befördern werden, ist die bittere Wahrheit über Sie und Ihre deutschen Volksgenossen. Denn Ihr seit jeher tief verwurzeltes Ressentiment gegen die USA und Israel, die westliche Zivilisation überhaupt, verhindert die Möglichkeit des einfachsten, humanistischen Standpunkts.
Schon wenige Stunden nach dem Anschlag erklärte der ehemalige UN-Koordinator im Irak, Hans von Sponeck, also ein Deutscher, im Deutschland Radio mit betont nachdenklichem Gestus: die verfehlte US-Politik trage die Schuld, dass immer mehr Menschen im Irak gegen die Besatzung rebellierten. Um einen Friedensprozess in Gang zu bringen, müsse „den Amerikanern das Zepter aus der Hand genommen“ werden. Nicht also die Reste der baath'istischen Bürokratie und deren islamistischen Unterstützer im Ausland sind das Problem, sondern die Befreier des Landes – die USA. Und da er sich die irakische Bevölkerung als Gegner der USA an sich halluziniert, die nun mehr und mehr zu sich kommen würde, die also eigentlich schon kollektiv hinter den Anschlägen stecke, will er einen Friedensprozess mit dem irakischen Volk in Gang bringen, dass in Wahrheit das Appeasement mit den antisemitischen Mörderbanden meint. Die Rede des „Zepter aus der Hand nehmen“ ist kein Zufall. Sie artikuliert insgeheim die Unterstellung, die USA hätten im Irak ein alles kontrollierendes Militärregime installiert, sei wahr, als auch den Wunsch, jemand anderes solle das Zepter, das den USA angedichtet wird, tatsächlich übernehmen, also die diktatorischen Vollmachten des Baath-Regime mit neuen Köpfen wiederherzustellen. Auch wer das sein solle, verschweigt Hans von Sponeck nicht: auf einer neuen Petersberg-Konferenz, also durch deutsches Engagement, soll die Ruhe im Irak wiederhergestellt werden.
Wie erfolgreich deutsches Engagement für den Frieden ist, zeigt sich nicht zuletzt im Nahost-Friedensprozeß, den die EU und allen voran Deutschland durch regelmäßige Zahlungen an die Palästinensische Autonomiebehörde, welche dann für die Finanzierung deren Terrornetzwerk aufgewandt wurden, voran zu treiben vorgab. Brüssel schlug alle Warnungen und Informationen Israels in den Wind und ließ zu, daß mindestens hundert, vielleicht mehrere hundert Mitglieder verschiedener Fatah-Milizen, die an Terroranschlägen gegen israelische Zivilisten beteiligt waren, zugleich europäischen Förderlohn für ihre Dienste im Sicherheitsapperat der Autonomiebehörde erhielten. Mit der Finanzbeihilfe für Selbstmordattentäter standen die Europäer in guter Gesellschaft mit der jüngst verblichenen irakischen Diktatur. Noch im Frühjahr 2002 erhöhte der Irak seine Zahlungen an Familien von Selbstmordattentätern von 10 000 auf 25 000 Dollar und sandte einen Gruß an „die tapferen palästinensischen Frauen, die ihre Söhne voller Genugtuung in die Selbstaufopferung verabschieden, damit sie die zionistische und amerikanische Verwaltung erschrecken und in den Zustand von Verzweiflung treiben.“
Sogar Sie müssten längst verstanden haben, dass mit der Hamas und dem islamischen Jihad ein Frieden, der seinen Namen verdient, in der Region unmöglich ist. Diese Terrorbanden sind erklärte Feinde Israels, deren Waffenruhe erklärtermaßen immer nur eine taktische war, um sich auf die nächste Runde im Krieg gegen den jüdischen Staat vorzubereiten.
Sie könnten wissen, dass der Staat Israel notwendige Konsequenz aus den Taten Ihrer Eltern und Großeltern ist. Sie könnten wissen, dass Ihre ureigene Geschichte mit diesem Staat zu tun hat und dass Sie Ihre eigene Geschichte zurechtbiegen, verleugnen, umdeuten, überschreiben müssen, um ihren Seelenhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Wissen könnten Sie, das Sie in Ihrer politischen, d.h. kulturellen Haltung pausenlos Unbewußtes zum Vorschein bringen: nichts wäre Ihnen lieber, als dass Israel von der Landkarte verschwände und Sie Ihren Seelenfrieden sichern könnten, Sie allein darüber zu entscheiden hätten, was in „der Vergangenheit“ passiert ist.

Bündnis für Israel

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last modified: 28.3.2007