home | aktuell | archiv | newsflyer | radio | kontakt
[99][<<][>>]

Die Aufregung einer Klassenfahrt


North of America

North of America, 17.3k Im Norden Amerikas liegt Kanada – und südlich davon die Vereinigten Staaten, die bekanntermaßen die besten popkulturellen Erzeugnisse vor allem im Bereich der Musik hervorbringen. Woran das wohl liegen mag, liegt unter der Hand. Es kann bei Besagtem immer einen Schritt voraus benannt werden, um sich gegenüber einer Musikszenerie in den Grenzen der BRD seine kalte Schulter bewahren, die aufgrund der nach wie vor ausschließlich vorzufindenden Imitationen an Bands ihre Berechtigung erhält. Noch einfacher wäre zu sagen, dass deutscher Scheiß – und möge er noch so undeutsch klingen wollen – umso verkrampfter und zum Glück ungelöster wirkt, von keinem Schwein wirklich gebraucht wird und im universalen Vergleich zum Glück auch nichts zu sagen hat. Was beispielweise fast als ein Akt der Unmöglichkeit zu bezeichnen wäre, als Band aus deutschen Landen in den Grenzen der Vereinigten Staaten ein paar Konzerte spielen zu können und andersrum für amerikanische Bands Europatouren, untertrieben wahrscheinlich eher die Aufregung einer Klassenfahrt mit sich bringen, muss somit als Beleg für ein Ungleichgewicht herhalten. Was wiederum nichts anderes als Notwendigkeit und Gefragtheit der jeweiligen Gegenübergestellten beschreibt. Dies nur als kurze Aufmerksamkeit einer Szenerie, deren neidiger Blick ständig über den großen Teich wandert und offensichtlich hofft, nicht mehr nur an den Versen des großen Bruders kleben zu müssen. Hoffen wir, dass diese Hoffnung nur unrealistische Fiktion bleibt.
Zu diesem Anlass eine Band aus dem Norden Amerikas, aus Kanada namens NORTH OF AMERICA. Lassen wir hier aus Zeitmangel besser das Label zu Wort kommen: „North of America aus Halifax, Kanada, klingen als hätten sie im Hause Shellac Mathematikunterricht bekommen und das Gitarrespielen auf dem Chapel Hill irgendwo zwischen Bands wie Polvo und Superchunk erlernt. Im Dezember 1997 erblickten North of America das Licht der Welt. Mark Mullane und Michael Catano waren zuvor schon als Songwriter der State Champs bekannt, ihre erste und einzige Platte ‘Underclassed by Excess’ bekam in den USA und Kanada verdient gute Kritiken, die Band teilte die Bühne mit Bands wie Tortoise, Syrup USA und den Papas Fritas. Alle vier Mitglieder der Band sind Songwriter, die Instrumente, ebenso die Gesangsparts werden sowohl live als auch im Studio permanent vertauscht. Es bestand also von Anfang an keine Knappheit an neuem Material, das erste bisher nur in Kanada erhältliche Killer-Album ‘Elements of an incomplete Map’ wurde nur sechs Monate nach Gründung der Band im Juli 1998 auf Matlock Records veröffentlicht. Die Platte stieg sofort auf Platz 4 der kanadischen College Charts ein, eine Tour durch Kanada und weite Teile der USA folgte (unter anderem Konzerte mit Lenola, Braid und Fugazi).“
Die beiden Köder FUGAZI und SHELLAC sollten berechtigt auch von mir noch mal benannt werden. Ein großes kleine Bühnenkonzert kommt.

Jeremy


home | aktuell | archiv | newsflyer | radio | kontakt |
[99][<<][>>][top]

last modified: 28.3.2007