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Make Sex not Love...(1)


Terrorgruppe, Kumpelbasis

Terrorgruppe, 24.0k Viel Zeit ist vergangen, das ein oder andere Rinnsal suchte sich seinen Weg durch die ostdeutsche Provinz und einschneidende Ereignisse haben sich zugetragen, seit ihrem letzten Besuch im Conne Island. Jetzt ist es endlich wieder so weit und im Gepäck haben sie ein neues Studioalbum.(2)
Sie haben sich Gedanken gemacht und ein Konzept zum Album entwickelt „es geht um die Rückkehr von ‚Fundamentalismen‘ in die Köpfe der Menschen und alle damit verbundenen Desaster...“.(3)
Das neue Album entwickelte sich, nicht zuletzt dank der über 18 Monate verstreuten Aufnahmen, zu einem wilden Mix aus Punk, Politik, Pop, Religion, Spottversen, Sex, Spass und Selbstironie.(4) Es wird bemängelt, dass in den letzten 10 Jahren – und seit 9/11 mit Riesenschritten – bei immer grösseren Teilen der Menschheit eine „Rückbesinnung“ auf mittelalterliche, bzw. archaische Zustände(5) stattfand: Religiöser Wahn, Sehnsucht nach einfacher Volks- und Stammesgemeinschaft, Sehnsucht nach der Zeit vor Aufklärung und Emanzipation, vor dem Aufbruch in die individuelle Freiheit... Ob Hisbollah- Gotteskrieger, ..., oder Odin/Keltenkreuz Eso-Hippie-Tante alle diese Menschen tun so als hätte es Newton, Descartes, Kant, Hegel, Marx, Darwin, Freud, Jung, Einstein und Adorno nie gegeben.(6) Wen verwundert es, dass sich all dies wie der berühmte Rote Faden durch den neuesten Output(7) zieht? Von all dem sollte man sich nicht abschrecken lassen. Es ist was es ist: ein original Terrorgruppe. Das TG(8) mit diesem Album an die Vorangegangen anknüpfen können, werden sie hoffentlich am 11.12.2003 beweisen werden (und dabei nicht in den allgemeinen Wahn verfallen, live einen gewissen texanischen Farmer zu fucken).
Mit von der Partie (dieses Mal leider nicht Rattengift) Kumpelbasis aus Berlin, 77 anmutender Deutschpunk. Wer das Glück hatte, die Tote Hosen während ihres Zwischenspieles bei uns erleben zu dürfen, den konnten Kumpelbasis sicherlich überzeugen.
Noch schnell ein Wort zu dem eher, ich nenne es mal vorsichtig, anrüchigen Cover, bzw. Plakat. Gedacht als Seitenhieb auf die grassierende 50ties Pin-Up/Flammen/R’n’R- Welle, die ja mittlerweile jede zweite Punk- und Garagen-Rock Platte ziert. Stellte sich irgendwann die Frage „Wie würde wohl ein klassischer Pin-Up Künstler die Mädchen im Jahr 2003 porträtieren?(9) Ob es gelungen ist möge doch bitte jedeR für sich entscheiden.

Mikro

Fußnoten:
(1) Zitat nach „Fundamental“ Backcover
(2) „Fundamental“ auf dem Bandeigenen Label „Aggropop“
(3) zitiert nach: Bandinfo
(4) ebd.
(5) ebd.
(6) ebd.
(7) siehe 1
(8) Terrorgruppe
(9) der Künstler: R. Kleist


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last modified: 28.3.2007